Urteil der Karlsruher Richter: BGH verbietet Werbung mit "bekömmlichem" Bier

Mit welchen Begriffen darf man für Bier werben?

Ein seit Jahren schwelender Bierstreit beschäftigt am Donnerstag den Bundesgerichtshof (BGH).

Eine Brauerei aus dem Allgäu wirbt mit dem Begriff "bekömmlich" auf ihren Bieren. Mit der Bezeichnung "bekömmlich" auf jeden Fall nicht. Zudem lasse sich der Werbung nicht entnehmen, dass mit dem Begriff "bekömmlich" nur der Geschmack des Biers beschrieben werden solle. Damit wurde in letzter Instanz ein Schlussstrich unter einen mehrjährigen Streit gezogen. Dagegen hatte der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) aus Berlin - ein Zusammenschluss von rund 90 Unternehmen der Lebensmittelbranche - 2015 eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dies sei eine "gesundheitsbezogene Angabe", die bei Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Prozent laut einer EU-Lebensmittelverordnung unzulässig sei, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem verkündeten Urteil. Der Leutkircher Brauereichef Gottfried Härle ließ daraufhin auf den Etiketten von rund 30.000 Bierflaschen das Wort von Hand mit Filzstiften streichen und legte Berufung ein.

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