Vein ID: Neue Technologie soll Venen im Gesicht erkennen

Mit dem iPhone 5S hat Apple den Fingerabdrucksensor Touch ID zur biometrischen Authentifizierung eingeführt.

Weiterer Vorteil ist die verbesserte Erkennungs- und Unterscheidungsrate, auch das Zwillingsproblem sollte sich damit lösen lassen, schließlich sind die Venenverläufe selbst bei diesen Personen verschieden. Folgt in den kommenden Jahren Vein ID?

Wie gut Face ID im Alltag funktioniert, haben wir ausführlich getestet.

Das US Patent- und Markenamt hat Apple unter der Bezeichnung "Vein imaging using detection of pulsed radiation" ein neues Patent zugesprochen. Das Patent hat Apple Ende 2015 eingereicht. Dieses besteht aus einem optischen Sender, der Infrarotimpulse in Richtung des Anwenders abgibt. Das Infrarotlicht kann durch die Haut hindurchtreten und wird von den Venen des Nutzers reflektiert. Apple spricht auch von dem Scan der komplexen Venenmuster in der Hand, was bereits in der Sicherheitstechnik Verwendung finden würde. Die von dem reflektierten IR-Licht erzeugten Daten werden dann verarbeitet, um ein Bild der Blutgefäße innerhalb des definierten Bereichs zu erzeugen. Die Erfinder erwähnen auch eine Konfiguration des Prozessors, die fähig ist, basierend auf der Reflexionszeit der Impulse eine 3D-Karte der Körperoberfläche zu erstellen.

Ob es sich bei Vein ID tatsächlich um eine eigenes Authentifizierungssystem handelt oder möglicherweise eine Ergänzung zu Face ID bleibt abzuwarten. Das venenbasierte Authentifizierungssystem würde in jedem Fall Face ID dabei unterstützen, zwischen Zwillingen zu unterscheiden. Die Erfassung der Venenstruktur im Gesicht hat jedoch gezeigt, dass die Infrarotstrahlen sich etwa durch feuchte oder fettige Haut spiegeln und dadurch den Kontrast des Blutgefäßbildes stark reduzieren.

Ausgabe: