Verdächtig hohe Werte des Ozonkillers FCKW in der Atmosphäre

Sie fanden verdächtige Messwerte eines verbotenen Ozonkillers in der Atmosphäre, berichten sie in der Fachzeitschrift Nature. Die Forscher um Stephen Montzka stellten jetzt allerdings fest, dass das Trichlorfluormethan seit 2012 deutlich langsamer aus der Luft verschwindet, als berechnet.

Trichlorfluormethan gehört zu den Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die früher unter anderem als Kühlmittel und als Treibmittel in Spraydosen verwendet wurden.

Sie wollen einmalig die Ausgabe mit dem Bericht kaufen? Der vollständige Abbau dauert Jahrzehnte, zudem werden auch heute noch geringe Mengen an FCKWs freigesetzt, wenn etwa alte Geräte verschrottet werden, in denen sie noch eingesetzt worden waren. In den 1970er Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass FCKW die Ozonschicht beschädigte, die die Erdatmosphäre vor ultravioletter Strahlung der Sonne schützt.

Seit 2010 gilt ein internationales Produktionsverbot für diese Stoffgruppe.

Doch etwa 2012 bekam die Trichlorfluormethan-Kurve einen Knick: Der Stoffmengenanteil sank nicht mehr wie erwartet. Forscher vermuten eine neue, illegale Quelle. Dazu kommen verdächtige Unterschiede des Anteils über der Nord- und der Südhalbkugel. Aber allein mit dem Luftaustausch in der Atmosphäre, auch wenn er ungewöhnliche Formen annehmen sollte, waren die Werte nicht zu erklären. Die Forscher um Montzka gehen deshalb davon aus, dass es eine neue Quelle für den Stoff gibt - dass er entgegen internationaler Klimaschutzvereinbarungen wieder hergestellt wird. Simulationen deuten auf einen "wahrscheinlichen Ursprung" in Ostasien hin. Als Grössenordnung nennen die Wissenschafter 13 000 Tonnen pro Jahr.

In einem ebenfalls in "Nature" veröffentlichtem Kommentar bescheinigt Michaela Hegglin von der University of Reading (Großbritannien) dem Autorenteam eine sorgfältige Analyse.

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