Weiterer Ebola-Verdachtsfall in Demokratischer Republik Kongo

Der Ausbruch einer Ebola-Epidemie im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Alarmzustand versetzt. Damit stieg die Zahl der von der WHO registrierten Ebola-Fälle in dem betroffenen Gebiet auf 35. Damals war die WHO kritisiert worden, dass sie bei der Seuchenbekämpfung in den betroffenen Regionen zu spät reagiert habe. 19 Menschen sind bislang an Symptomen, wie etwa mit Blutungen einhergehendem Fieber, gestorben. Bei diesen Patienten wurde Ebola aber noch nicht bestätigt. Die WHO hofft, dass der Ausbruch sich mit rigorosen Überwachungsmaßnahmen von mehr als 480 Kontakten der möglicherweise Infizierten eindämmen lässt und nicht auf Nachbarländer übergreift.

Die Provinzhauptstadt Mbandaka liegt am Kongo-Fluss, der als Schiffsverbindung sowohl in die Hauptstadt Kinshasa wie nach Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, dient. Die Organisation bereite sich deshalb auf das schlimmste Szenario vor, hieß es. Die katastrophale Infrastruktur in der betroffenen Gegend mache die Hilfe noch schwieriger.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt.25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Er wurde bereits mit erstem Erfolg in der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. Im vergangenen Jahr erlaubte die Regierung im Kongo den Einsatz des noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffs. Bei einem Ausbruch 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11 000 Menschen.

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