Wladimir Putin eröffnet Brücke zwischen der Krim und Russland

Moskau - Russlands Präsident Wladimir Putin hat die umstrittene Brücke zwischen der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und dem Kernland am Dienstag eröffnet.

Der Staatschef setzte sich selbst ans Steuer eines orangefarbenen Lastwagens und fuhr die 19 Kilometer lange Strecke über der Meerenge von Kertsch, gefolgt von mehreren weiteren Lkw, wie Fernsehsender live berichteten.

Die Krimbrücke, die Verkehrsverbindung zwischen Russlands Region Krasnodar und der Halbinsel Krim über die Straße von Kertsch, wurde vorzeitig fertig gestellt.

Die Brücke, welche die Krim mit der gegenüberliegenden südrussischen Halbinsel Taman verbindet, ist länger als die Vasco-da-Gama-Brücke in Lissabon und damit nun die längste Brücke Europas. Im Februar 2016 hatte die russische Regierung 228,3 Milliarden Rubel (damals 2,9 Milliarden Euro) für das Großprojekt bereitgestellt.

Die Fertigstellung war ursprünglich Ende 2018 geplant, ab Mittwoch soll sie genutzt werden. Den Bauauftrag erhielt der mit dem Kremlchef befreundete Unternehmer Arkadi Rotenberg, der vom Westen mit Sanktionen belegt ist.

Schon während des Zweiten Weltkriegs begann die deutsche Organisation Todt, eine paramilitärische Bautruppe, mit dem Bau einer Brücke zwischen den beiden Ufern. Die Sowjets bauten sie wieder als Eisenbahnbrücke auf.

Danach war die Krim von Russland aus nur per Fähre und Flugzeug zu erreichen gewesen.

Russland hatte sich die Krim nach einem umstrittenen Referendum im März 2014 einverleibt.

Ausgabe: