Wohnungsnot immer schlimmer: Ungebremster Abwärtstrend: Zahl der genehmigten Wohnungen sinkt weiter

Von Januar bis März 2018 ist die Zahl der Baugenehmigungen für neue Mehrfamilienhäuser um 4,7% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,7% oder 1 300 Baugenehmigungen von Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das Minus ist dem Statistischen Bundesamt zufolge aber vor allem auf einen deutlichen Rückgang beim Neubau von Wohnungen in Wohnheimen zurückzuführen (minus 42,9 Prozent), zu denen auch Unterkünfte für Flüchtlinge zählen. Der Generalsekretär der Berliner CDU, Evers, hatte daraufhin den Rücktritt von Stadtentwicklungssenatorin Lompscher (Die Linke) gefordert.

Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ging in den ersten drei Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls zurück (-2,9%). Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 1,2%. Bei Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäusern sank die Zahl hingegen um 2,0 beziehungsweise 2,7 Prozent.

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) kritisierten die sinkenden Baugenehmigungszahlen als "Versäumnisse der Politik aus den vergangenen Jahren". Die größten Investitionshürden für den Wohnungsneubau seien bauordnungsrechtliche Hindernisse sowie der Mangel an Baugrundstücken und Fachkräften.

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