'WSJ': Apple und Goldman Sachs planen gemeinsame Kreditkarte

Auch Apple setzt angesichts des schwächelnden Absatzes von iPhones verstärkt auf neue Geschäftsfelder wie mobiles Bezahlen oder Musik-Streaming. Zusammen mit dem Bankhaus Goldman Sachs entwickele Apple eine Kreditkarte, berichtete das "Wall Street Journal". Die Kooperation mit Goldman Sachs dürfte den Angaben zufolge eine seit 2005 bestehende Partnerschaft zwischen Apple und der Großbank Barclays ersetzen. Die Karte soll als "Apple Pay"-Kreditkarte vermarktet werden und Goldman Sachs dabei für den nötigen finanztechnischen Hintergrund sorgen". Der Technologiekonzern aus dem kalifornischen Cupertino wiederum könnte dadurch die Umsätze bei den iPhones und anderen Gadgets ankurbeln. Die Unternehmen wollten sich dazu nicht äußern.

Noch ist indes unklar, wie das gemeinsame Angebot letztlich sein wird.

Mit Goldman Sachs und Apple tun sich zwei Firmen zusammen, die in ihrer jeweiligen Branche zu den Klassenbesten gehören. Offen ist auch, welche Kreditkarten-Organisation für die Abwicklung der Transaktionen verantwortlich sein wird. Der Wall-Street-Konzern konzentriert sich zwar traditionell auf die Finanzmärkte und die Vermögensverwaltung für reiche Kunden, doch hier läuft es nicht mehr so rund wie einst. Schon seit 2016 versucht das Bankhaus daher mit einer Online-Kreditplattform im Massenmarkt Fuß zu fassen - die Kreditkarte könnte gut ins Konzept passen.

In Zusammenarbeit mit einer US-Bank bietet Apple bereits eine virtuelle Kreditkarte an, die schnelle Überweisungen zwischen Nutzern ermöglicht: Über iMessage und Apple Pay lassen sich kleinere Geldbeträge verschicken.

Bild 1 von 4 In Deutschland ist Apple Pay bislang nicht verfügbar - iOS ist aber längst auf den Start vorbereitet.

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