Balingen: Arbeitslosigkeit in der Region geht im Mai ungewöhnlich stark zurück - Balingen

Beim Jobcenter des Landkreises, das erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Arbeitslosengeld-II-Bezug betreut, stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 1.143 Personen. Das waren 1391 Personen oder 2,1 Prozent weniger als im Monat zuvor und 4655 oder 6,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 926 Personen oder 9,1 Prozent niedriger. Im April lag die Quote bei 3,8 Prozent, im Mai 2017 bei 3,9 Prozent.

Auch im Mai geht die Arbeitslosigkeit in Hamburg weiter zurück. Heute sind es über 20 Prozent weniger.

"Der Landkreis behält weiter die Poleposition im Ländle."
Im Mai waren 2299 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 50 weniger als im April und deutliche 10,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Balingen beträgt im Mai 2,8 Prozent (minus 0,2 zum Vormonat, minus 0,3 zum Vorjahr) und liegt damit erstmals unter der Drei-Prozent-Marke und weiterhin unter dem Landesschnitt von 3,1 Prozent. Wie außergewöhnlich derzeit die Lage am Arbeitsmarkt ist, verdeutlicht Auch mit einem Blick in die Arbeitsmarkthistorie. Das waren 36,9 Prozent mehr als im April, und 3,3 Prozent mehr als im Mai des vergangenen Jahres. "Deutlich mehr Menschen haben im Mai eine Arbeit aufgenommen als letzten Monat". "Dabei macht der Fachkräftebedarf rund zwei Drittel aller Personalnachfragen aus", sagt Mathias Auch. "Es steht ein breit gefächertes Förderangebot zur Verfügung, welches wir offensiv anbieten, um gerade den genannten Personenkreisen noch mehr Chancen auf eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt zu eröffnen". Gesucht wurden insbesondere Mitarbeitende in der Arbeitnehmerüberlassung, im Baugewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel. 48 Prozent der Stellenneuzugänge meldeten Personaldienstleister. Der Stellenbestand ist weiter auf Rekordkurs und umfasst 6814 offene Arbeitsangebote. 254 Stellen wurden im Mai neu angeboten, sieben mehr als im Vorjahr. Ein großer Fachkräftebedarf besteht auch in der Lagerwirtschaft, im Verkauf, in der Pflege, im Bereich Kraftfahrzeug- und Landmaschinentechnik und im Gastgewerbe. "Noch haben wir in zahlreichen Branchen offene Ausbildungsstellen und es können noch viele Berufswünsche erfüllt werden", sagt der Bereichsleiter. "Der Fachkräftebedarf ist und bleibt hoch".

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