Bei Ryanair drohen Streiks: Tarifverhandlungen abgebrochen

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, kurz VC, hat die laufenden Tarifverhandlungen mit dem irischen Billigflieger Ryanair ohne Ergebnis agebrochen. Die Unternehmensvertreter hätten sich in den Verhandlungen "extrem unkooperativ" gezeigt.

Nun droht ein koordinierter Streik an den deutschen und irischen Standorten des Billigfliegers. Der irische Low Coster steht seit Jahren wegen teils fragwürdiger und von Betroffenen auch als unmenschlich empfundener Arbeitsbedingungen wiederholt in der Kritik. Der Airline droht zur Hauptreisezeit ein längerer Streik. Ryanair beharrte zudem auf in englischer Sprache abgefassten Tarifverträgen, heißt es in einem Papier der Piloten.

Cockpit hatte kurz vor Weihnachten 2017 bereits einmal 200 in Deutschland fest bei Ryanair angestellte Piloten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Die VC hat eine entsprechende Urabstimmung unter ihren Mitgliedern in den Diensten von Ryanair eingeleitet, wie der Sprecher bestätigte.

Bei der deutschen VC muss zunächst noch der Gewerkschaftsvorstand einem möglichen Arbeitskampf zustimmen. Geplant ist dem Sprecher zufolge, die zuvor notwendige Urabstimmung bis Ende Juli abzuschließen.

Ob Piloten aus weiteren Ländern sich dem Streik anschließen, blieb offen. Wichtige Basen in Deutschland sind unter anderem Berlin-Schönefeld, Frankfurt, Weeze und Hahn. Das Unternehmen äußerte sich nicht zu dem Konflikt. Damals hatte es Ryanair allerdings geschafft, sämtliche geplanten Flüge mit Ersatzmannschaften in die Luft zu bekommen.

Ausgabe: