Coming-Out: Jochen Schropp ist schwul

Er habe Angst vor diesem Schritt gehabt, sagt Schropp im stern.

Jochen Schropp kennt man unter anderem als Moderator von "Promi Big Brother" bei Sat.1 oder der Show "Schätzen Sie mal" im Ersten.

Auch im Jahr 2018 sei es ihm daher nicht leichtgefallen, diesen wichtigen Schritt zu wagen: "Ich gestehe: Ich wurde in den letzten Jahren immer wieder von Angst getrieben".

"Das erste Mal wollte ich mich vor vier Jahren outen, habe dann aber kalte Füße bekommen", so Schropp laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Mir wurde gesagt: "Mach das lieber nicht, es wird dir schaden", erklärte er. Die Rollenangebote, die er bisher bekommen hatte, würden ihm nach seinem Coming-out wahrscheinlich nicht mehr angeboten, mutmaßte er: "Ich bin halt kein Charakterdarsteller, sondern eher auf den Schwiegersohn oder den Herzensbrecher abonniert".

Seine Freunde und Arbeitskollegen wissen schon lange Bescheid, doch in der Öffentlichkeit hat er nie darüber gesprochen. In seinem inneren Kreis ist es längst kein Geheimnis mehr, dass er schwul ist. Doch in jungen Jahren sei es dem heute 39-Jährigen nicht leicht gefallen, dazuzustehen.

In der Schule sei er oft gemobbt worden, von den eigenen Eltern bekam er zweifelhaften Trost: "Ich solle drüberstehen, ich sei ja nicht schwul. Ich werfe das meinen Eltern nicht vor, sicher waren sie selbst überfordert damit, mich zu beruhigen". "Was ja auch schon krass ist, dass es zu dem Thema Selbsthilfebücher gibt", befindet Jochen diesbezüglich. "Diese Scham, anders und nicht genug zu sein, begleitet mich bis heute", sagt er. Aber er beweist jetzt Stärke: "Ich bin mittlerweile mit mir selbst im Reinen und weiß, wer ich bin". Nun wolle er sich aber nicht mehr verstecken. Ich werde dieses Jahr 40. Denn: "Wir kommen bei dem Thema nur weiter, wenn Leute den Mund aufmachen". Er möchte "anderen Männern und Frauen, die homosexuell oder transgender sind, Mut machen, zu sich zu stehen". "Und jetzt bin ich es eben", so Schropp im "Stern" selbstbewusst.

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