Frankreich: Geiselnahme in Paris wurde unblutig beendet

Spezialeinsatzkräfte der französischen Polizei haben die Geiselnahme in Paris beendet. Die Straße südlich des Nordbahnhofs sei abgesperrt worden.

Die Zeitung "Le Parisien" und der Radiosender France Bleu sprachen sogar von drei Geiseln, darunter sei eine Schwangere.

Zuvor ist es bekannt geworden, dass ein Mann zwei Geiseln in Paris genommen und sich in einer Wohnung verbarrikadiert hatte. Eine von ihnen sei "mit Benzin bespritzt" gewesen. Die Geiseln seien außer Gefahr, teilte Innenminister Gérard Collomb mit. Er lobte die Professionalität der Einsatzkräfte.

Der Tatort war abgeriegelt worden, eine Spezialeinheit der Polizei rückte an.

Geiselnahme mit Bombe und Handfeuerwaffen in Paris- Großeinsatz der Polizei

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es aber offenbar nicht.

Von Seiten der Sicherheitskräfte hieß es, ein Mann habe angegeben, "bewaffnet zu sein und mindestens zwei Menschen" seit 16 Uhr in seiner Gewalt zu haben. Wie die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Dienstag auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, sind Spezialkräfte im zehnten Stadtbezirk im Einsatz. Die Situation sei "sehr unüberschaubar". Die Polizei verhandelte auch mit ihm.

Der Geiselnehmer sei zudem mit einer Bombe bewaffnet gewesen. Am Abend stürmten dann Spezialkräfte das Gebäude.

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