Google zieht sich aus umstrittenem Militär-Projekt zurück

Am Freitag soll die am Projekt Maven arbeitende Leiterin der Abteilung Google Cloud, Diana Greene, bekanntgegeben haben, dass Google nur bis März 2019 in das Vorhaben involviert sein würde. Die gesamte Branche dürfte Googles Pläne mit großer Aufmerksamkeit verfolgen - denn bislang gibt es noch keinerlei Regulierungen, was alles mit künstlicher Intelligenz erlaubt ist. Nun scheint der Technologiekonzern auf die Wünsche zu reagieren.

Sieg für die Mitarbeiter: Google will sich nicht mehr an der Entwicklung von KI-Algorithmen für militärische US-Drohnen beteiligen.

Google lässt Medienberichten zufolge seinen umstrittenen Vertrag zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit dem US-Militär auslaufen. Wert war der Vertrag nur etwa zehn Millionen Dollar, eine Summe, die offenbar in keinem Verhältnis zu den Problemen stand, die "Project Maven" intern verursacht hatte. "Project Maven", so der Arbeitstitel, läuft ohnehin im kommenden Jahr aus. Ziel des Projekts ist es, die Identifikation von Menschen, Fahrzeugen oder Gebäuden auf Drohnenvideos zu verbessern. Mehrere Angestellte haben den Konzern aus Empörung verlassen, Tausende andere unterzeichneten eine Petition gegen die Zusammenarbeit. In der Petition forderten die Kritiker eine Google-Richtlinie, die grundsätzlich die Mitarbeit an Kriegsführungstechnologie verbietet.

Laut "Gizmodo" hatten zudem mehrere Entwickler aus ethischen Gründen ihre Kündigung eingereicht.

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