Hamburger Flughafen nimmt Betrieb wieder auf

Der Flughafen bleibt den gesamten Sonntag dicht. So sei der Flugverkehr am Montag zwar noch durcheinander gewesen, das sollte sich nach Einschätzung einer Sprecherin im Tagesverlauf spürbar normalisieren.

Eine kaputte Kabelisolierung in einem zentralen Bereich hat den Stromausfall am Hamburger Flughafen ausgelöst. Tausende Passagiere konnten ihre Urlaubsreise nicht antreten, Airlines und der Flughafen organisierten für die gestrandeten Menschen Notunterkünfte. Dies sei nach dem Kurzschluss nicht mehr möglich gewesen. Mit Hochdruck hatten Experten in der Folge des Stromausfalls daran gearbeitet, die Ursache für den Kurzschluss in der Hauptstromversorgung herauszufinden und zu beheben. Die S-Bahn zum Flughafen war vom Stromausfall nicht betroffen. "Neben redundanter Systeme muss auch eine funktionsfähige Insellösung und der störungsfreie Betrieb der internen Netze garantiert werden", sagte Geschäftsführer Andreas Schröter am Montag in Hamburg.

Wieder stehen die Passagiere Schlange vor den Schalten am Hamburger Flughafen, allerdings heute in der Hoffnung, endlich fliegen zu können. Rund 30.000 Reisende waren von der Schließung des Flughafens betroffen. Nach Angaben von Harder campierten kurz vor 23.00 Uhr rund 90 Passagiere auf bereitgestellten Feldbetten im sogenannten Terminal Tango. Die Fluggesellschaft oder der Reiseveranstalter müsse die Kosten für Hotel und Taxi übernehmen, "sofern sich der Flug auf einen anderen Tag verschiebt", teilte die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein mit. Doch wegen der kompletten Einstellung des Flugbetriebes am Hamburg Airport wurde ihr Rückflug von Norwegian storniert.

Nach einem Kurzschluss war der Betrieb gegen 10 Uhr am Sonntag eingestellt worden. Zur Ursache des Kurzschlusses machte die Sprecherin keine Angaben.

Die Techniker arbeiteten mit Hochdruck an der Wiederaufnahme des Betriebs, sagte die Sprecherin.

Der Airport macht indes einen Kurzschluss für den Stromausfall verantwortlich. An normalen Tagen gebe es üblicherweise rund 200 Starts sowie 200 Landungen.

Mehr als drei Viertel aller Flüge fielen am Sonntag aus, 30.000 Passagiere waren betroffen.

An den Check-in-Schaltern, die ihren Betrieb seit 5.00 Uhr wieder aufgenommen haben, bildeten sich unterdessen lange Schlangen. Die Passagiere wurden aufgefordert, ins Terminal 1 zu wechseln, wo die Klimaanlage noch funktionierte. Eine Sprecherin des Flughafens Hannover bestätigte, dass bereits mehrere Maschinen, die Hamburg anfliegen sollten, in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelandet seien.

Die Informationslage für die Passagiere war offenbar nur spärlich: Über die Lautsprecher habe es lediglich die Durchsage zum Verlassen des Terminals gegeben, aber keine Begründungen oder Auskünfte über die voraussichtliche Dauer der Wartezeit, sagte ein Augenzeuge.

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