IWF gewährt Argentinien Kredithilfe von 50 Milliarden Dollar | Wirtschaft Überblick

Beim Primärsaldo wird der Schuldendienst für Kredite nicht berücksichtigt.

Argentinien ist wie andere Schwellenländer vom Verfall seiner Landeswährung betroffen. Mit einer Kreditvereinbarung (Stand-By Arrangement) hilft der IWF Ländern in einer wirtschaftlichen Krise, um Zahlungsbilanzprobleme überwinden zu können.

IWF-Chefin Christine Lagarde begrüßte die Vereinbarung. Der Peso war im Mai um rund 25 Prozent abgewertet worden. Bei dem Versuch, die Abwertung zu bremsen, verlor die argentinische Zentralbank mit rund zehn Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) knapp 20 Prozent der Devisenreserven. Auslandsinvestoren zogen kurzfristig ihre in Peso angelegten Fonds aus dem Land, nachdem die US-Notenbank Fed den Leitzins anhob. Und da die bisherigen Ziele von 2,2 und 3,2 Prozent fast genauso lächerlich waren, hat das jüngste Sparpaket des IWF nicht nur keine Chance, jemals erreicht zu werden, sondern wenn Griechenland ein Anzeichen dafür ist, wird es die Argentinien-Krise weit schlimmer machen. Die Vereinbarung sieht auch vor, dass Argentinien sein Haushaltsdefizit weiter verringert - von den zunächst für 2018 geplanten 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf nunmehr 2,7 Prozent. Sie sollen in den nächsten drei Jahren mindestens den aktuellen Anteil am Bruttoinlandsprodukt behalten, teilten der IWF und die argentinische Regierung übereinstimmend mit.

Die Kreditvereinbarung laufe über drei Jahre, zunächst werde es eine "Sofortzahlung" von 15 Milliarden Dollar geben, berichtete Dujovne. Die Inflation konnte aber bisher nicht unter zweistellige Jahresraten gedrückt werden.

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