Knallhart abgesagt: Ed Sheeran darf nicht in Düsseldorf auftreten

Düsseldorf. Die 85.000 Tickets sind längst verkauft, doch für das umstrittene Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf gibt es keine politische Mehrheit im Stadtrat. Und am Dinestag signalisierte auch die CDU, sie werde nicht zustimmen, wenn ab Mittwochnachmittag über die Genehmigung entschieden wird - "zu viele offenen Fragen", hieß es, vor allem beim Verkehrskonzept. Zuvor hatten "Westdeutsche Zeitung", "Rheinische Post" und "NRZ" über die Entscheidung und das Aus berichtet.

Sheeran ("Perfect") sollte nach den bisherigen Plänen am 22. Juli in Düsseldorf vor 85 000 Zuschauern auftreten. Das geplante Grundstück für das große Open-Air-Konzert ist normalerweise ein Parkplatz für Messebesucher. Unter dem Eindruck der Loveparade-Katastrophe 2010 in Duisburg wurden jedoch Sicherheitsbedenken laut.

Am Mittwoch sollen mehrere Ausschüsse des Stadtrats zusammenkommen und entscheiden, ob für Ed Sheeran der geltende Bebauungsplan samt vorgeschriebenem Nutzungszweck außer Kraft gesetzt wird. Das Gelände stößt auf Kritik, Grüne und CDU lehnen den Auftritt ab. "Und das wollen wir nicht".

Schadenersatzforderungen erwarten Stadt und CDU-Fraktion nach Angaben Jarzombeks nicht. SPD, FDP und Oberbürgermeister Thomas Geisel blieben bei ihrem Ja zum Konzert.

Bei uns in Essen, wo das Konzert ursprünglich stattfinden sollte, machte eine brütende und geschützte Feldlerche sowie über 100 Verdachtsfälle von Weltkriegsbomben auf dem Gelände des Flughafens Essen-Mülheim dem Konzert einen Strich durch die Rechnung.

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