Mord an Susanna F.: Verdächtiger Ali B. ist wieder in Deutschland

Der mutmaßliche Täter im Mordfall Susanna ist nach Angaben des Innenministers Horst Seehofer wieder in Deutschland - der Irak, wohin er geflohen war, hat ihn offenbar ausgeliefert. Die Umstände der Tat sind ungeklärt - zu den Ermittlungen gibt es offene Fragen.

Seehofer erklärte, für die Familie des Mädchens sei die Rückkehr des Täters "nur ein schwacher Trost".

Bereits am Freitagabend versammelten sich Menschen in der Nähe des Fundorts der Leiche zu einem Trauermarsch in Gedenken an Susanna.

Zuvor war bekanntgeworden, dass trotz unterschiedlicher Namen in den Ausweispapieren und auf der Bordkarte Ali B.

Was wissen wir im Fall Susanna? Die Richterin entscheidet, ob der 20-jährige Iraker in Untersuchungshaft genommen wird. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass die Maschine mit Ali B. gegen 20.30 Uhr erwartet werde.

Heute soll Ali B. einem Haftrichter vorgeführt werden. Davon hängt ab, ob der 20-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Die kurdischen Sicherheitskräfte vermuten laut "Bild", ihm sei bewusst geworden, dass ihm in seiner Heimat die Todesstrafe gedroht hätte.

Trauer um getötete Susanna aus Mainz

Das ist schwer zu sagen, da unklar ist, unter welchen Bedingungen das angebliche Geständnis zustande kam. Dem kurdischen TV-Sender Rudaw sagte Ahmed, der Verdächtige und sein Opfer hätten vor der Tat viel Alkohol getrunken und Tabletten geschluckt. Polizeichef Ahmad sagte, das kurdische Innenministerium habe ihn darüber informiert, "dass eine Familie eingetroffen ist und dass eines ihrer Mitglieder wegen Mordes verdächtigt wird".

Laut einem weiteren Bericht der Boulevardzeitung wollte sich Ali B.in ein Nachbarland des Irak absetzen. Das Blatt berief sich dabei auf Bundespolizei-Chef Dieter Romann, der selbst beim Abschiebeflug aus Erbil nach Frankfurt dabei war. Dazu passen die Angaben eines kurdischen Polizeioffiziers, Ali B. sei in Zakho festgenommen worden. Er habe den Übergang Ibrahim Chalil an der Grenze zur Türkei passiert, hieß es. Der junge Iraker Ali B. soll den Teenager aus Mainz vergewaltigt und erwürgt haben.

Die 14-jährige Susanna wurde vergewaltigt und anschließend getötet.

Warum hat die Polizei erst viele Tage nach Verschwinden des Mädchens eine intensive Suche eingeleitet? Dass der Tatverdächtige sich als irakischer Bürger in seinem Heimatland für den Tod der 14-Jährigen zu verantworten habe, sei rechtlich nicht möglich. Das Mädchen war am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefunden worden.

Ryf sicherte sich den Sieg überlegen mit mehr als 15 Minuten Vorsprung auf die in Genf und in Phuket trainierende Imogen Simmonds, die sich Platz 2 sicherte. Bündnisse und Initiativen wollen gegen Einwanderung oder gegen Rassismus demonstrieren. Sein Asylantrag war im Dezember 2016 abgelehnt worden, wogegen er geklagt hatte. Seitdem ist ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden anhängig und die Abschiebung damit gestoppt.

Verdächtiger bald wieder in Deutschland?

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