Nordkorea: Donald Trump & Kim Jong Un unterzeichnen Vereinbarung

Wenn Donald Trump Zeit gehabt hat, zu reflektieren, ob das Dokument, dass er und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un in Singapur unterzeichnet haben, nun ein guter oder schlechter Deal ist; ob Kim vielleicht im Nachgang etwas gesagt hat, was ihn, den US-Präsidenten, so aufregt, dass er seinem Ärger umgehend über Twitter Luft machen muss; dass aus Kim, den Trump in Singapur als "sehr talentierten Mann" bezeichnete, der "sein Land sehr liebt" plötzlich wieder der "Raketenmann" wird, von dem Trump niemals behaupten würde, ihn "klein und fett" zu nennen. Trump lud Kim ins Weiße Haus ein. Die Welt werde eine große Veränderung erleben. "Keine Raketenstarts mehr, keine Nukleartests oder -Forschung mehr!", fügte Trump in einem zweiten weiteren Tweet hinzu. "Danke, Vorsitzender Kim, unser Tag zusammen war historisch".

"Es gibt keine Grenzen dessen, was NoKo (Nordkorea) erreichen kann, wenn es seine Atomwaffen aufgibt und stattdessen Handel und Zusammenarbeit mit der Welt aufgreift", schrieb Trump. Kim sprach laut Nordkoreas Staatsagentur KCNA von einem "historischen Gipfel" in Singapur.

Chinas Staatsmedien haben die Ergebnisse des Gipfels zwischen ebenfalls positiv bewertet.

Dass innerhalb der USA keineswegs alle diese Sicht teilen, wird dabei lautstark übertönt. Trump erklärte sich im Gegenzug zu Sicherheitsgarantien bereit. Japans Verteidigungsminister Itsunori Onodera sagte, die Manöver seien wichtig für die Sicherheit in Ostasien.

Das Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri warnt nach dem Gipfel von Singapur vor zu hohen Erwartungen.

Die erste Begegnung unter vier Augen mit Übersetzern dauerte 41 Minuten.

Zu den veröffentlichten Details der Gespräche gehörte unter anderem auch die Zusage Kims, die sterblichen Überreste gefallener US-Soldaten aus dem Koreakrieg möglichst bald zu repatriieren.

Die nordkoreanische Staatsführung bekannte sich seinerseits zu einer vollständigen Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un erklärte sich zu einer kompletten atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel bereit.

"Während Trump Nordkoreas Denuklearisierung anstrebt, riskiert er, von seiner eigenen Übertreibung ergriffen zu werden".

Die Vereinigten Staaten und die DVRK verpflichten sich, neue Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Demokratischen Volksrepublik Korea zu schaffen im Einklang mit dem Wunsch der Völker beider Länder nach Frieden und Wohlstand.

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