ROUNDUP: Gewerkschaften und Verbände fordern mehr Soziale Marktwirtschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht das mit der Sozialen Marktwirtschaft verbundene Versprechen auf Wohlstand für alle Teile der Bevölkerung in Gefahr.

Der Wirtschaftsflügel der Union wehrt sich gegen Kritik, die Soziale Marktwirtschaft sei ausgehöhlt. Er glaube, dass die soziale Marktwirtschaft in jeder Generation mindestens ein Mal neu verteidigt werden müsse. "Aber die Politik nimmt aus Sicht vieler verunsicherter Menschen ihre Anliegen nicht mehr ernsthaft auf", sagte Hoffmann. Zur Enthüllung der Statue würdigte der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr, die Grundlagen unseres erfolgreichen Wirtschaftsstandorts und stabilen Sozialsystems: "Erhard vertraute den Menschen mehr als staatlicher Kontrolle".

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, die soziale Marktwirtschaft müsse nicht neu erfunden werden, sie habe sich bewährt.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

DGB-Chef Hoffmann sagte, aus Sicht der Gewerkschaften seien Tarifautonomie, betriebliche Mitbestimmung und soziale Sicherung zentrale Elemente der sozialen Marktwirtschaft. "Aber die Tarifbindung erodiert, immer mehr Arbeitgeber begehen Tarifflucht".

Die Soziale Marktwirtschaft sei ein "Erfolgsrezept", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). "Das geht nicht einher mit der objektiven Lage, dass es seit neun Jahren einen Aufschwung gibt". "Und sie muss eine Wohnungspolitik schaffen, in der der Staat wieder mehr handelt".

Heute feiert die Bundesregierung in Berlin den 70. Geburtstag der Sozialen Markwirtschaft. "Kaum ein Land auf diesem Globus tut so viel für die gesellschaftliche Solidarität", sagte Carsten Linnemann, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU. "Die Soziale Marktwirtschaft wird ihre Akzeptanz nur behalten, wenn wir mehr an die denken, die mit ihren Steuern und Abgaben den Sozialstaat finanzieren", erklärte er.

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