Trump nach Gipfel in Singapur: "Keine Atomgefahr mehr aus Nordkorea"

► Die USA und Nordkorea verpflichten sich, neue diplomatische Beziehungen aufzunehmen.

"Unser beispielloses Treffen - das erste zwischen einem amerikanischen Präsidenten und einem Führer Nordkoreas - beweist, dass echte Änderungen möglich sind", twitterte Trump.

Trump hatte bei dem Gipfel überraschend auch ein Ende der Militärmanöver mit Südkorea angekündigt - eine langjährige Forderung Pjöngjangs.

Beim ersten Aufeinandertreffen eines amtierenden US-Präsidenten und eines nordkoreanischen Anführers hatten sich beide Seiten am Dienstag in Singapur auf einen Prozess der Entnuklearisierung Pjöngjangs im Gegenzug für Sicherheitsgarantien Washingtons geeinigt.

Zwei Abgeordnete der rechtspopulistischen Fortschrittspartei in Norwegen haben US-Präsident Donald Trump nach seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un für den Friedensnobelpreis 2019 nominiert. "Keine Raketenstarts, keine Nukleartests und keine Nuklearforschung mehr!", fügte Trump in einem zweiten weiteren Tweet hinzu. Präsident Obama sagte, Nordkorea sei unser größtes und gefährlichstes Problem.

Auf dem Flug hatte Trump sich bereits per Twitter beim "Vorsitzenden Kim" bedankt. In dem gemeinsam unterzeichneten Gipfeldokument erklärt er sein "festes und unerschütterliches Bekenntnis" zu einer umfassenden atomaren Abrüstung. Da der Kriegszustand seit dem Ende des Koreakrieges 1953 völkerrechtlich nie beendet wurde, wäre - wie von Trump in Aussicht gestellt - ein Friedensvertrag nötig, um die Sicherheitsbedürfnisse zu befriedigen. Der Nordkorea-Konflikte müsse nicht zu einem Krieg in der Zukunft führen. "Gegner können zu Freunden werden", sagte Trump. An einer Stelle des Textes heißt es, Kim werde im Sinne der gemeinsam mit Südkorea erreichten Erklärung von Panmunjom auf die atomare Abrüstung "hinarbeiten".

► Beide Staaten wollen sich gemeinsam "für den Aufbau eines dauerhaften und stabilen Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel" einsetzen.

Nach Angaben von Trump wurden beim Treffen auch Menschenrechtsfragen behandelt. "Das ist angesprochen worden, und es wird in Zukunft angesprochen werden", sagte Trump. Kim habe die Chance, als der Mann in Erinnerung zu bleiben, der "eine herrliche neue Ära" von Sicherheit und Wohlstand für sein Volk eingeleitet habe.

Schon zuvor hatte Trump dem nordkoreanischen Machthaber euphorisch gedankt - ebenso per Nachricht auf Twitter. Er sagte, er haben während des Treffens eine "besondere Verbindung" zu Kim aufgebaut.

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