"Verantwortung für Dieselkrise":VW zahlt eine Milliarde Euro Bußgeld

Anfang Mai hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig erklärt, bei ihren Ermittlungen zum Dieselskandal bei Volkswagen voranzukommen.

Nach Angaben der Konzernleitung akzeptiert das Unternehmen die Strafe und wird keine rechtlichen Mittel dagegen einleiten. Zum Vergleich: Siemens musste in Bayern etwa 600 Millionen Euro Bußgeld für weltweite Schmiergeldgeschäfte zahlen. "Volkswagen akzeptiert das Bußgeld und bekennt sich damit zu seiner Verantwortung", teilte Volkswagen am Mittwoch mit. Durch den Bußgeldbescheid wird das gegen Volkswagen laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen. Das gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig bekannt. Formal handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit.

Die Geldbuße setzt sich laut Volkswagen aus dem gesetzlichen Höchstmaß einer Ahndung in Höhe von 5 Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 995 Millionen Euro zusammen. Das Geld muss laut Staatsanwaltschaft innerhalb von sechs Wochen an das Land Niedersachsen gezahlt werden. Die Manager sollen die Finanzmärkte im Herbst 2015 zu spät über den Abgasskandal informiert haben. Anleger klagen außerdem auf Schadenersatz in Milliardenhöhe, weil die VW-Aktie nach Bekanntwerden des Skandals auf Talfahrt ging. "Volkswagen bekennt sich damit zu seiner Verantwortung für die Dieselkrise und sieht darin einen weiteren wesentlichen Schritt zu ihrer Bewältigung", heißt es weiter in der Mitteilung. Der Konzern betonte stets, dies rechtzeitig getan zu haben.

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