Nicht gezahlt: Lufthansa kündigt Verträge mit Lauda

Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme der österreichischen Fluglinie Laudamotion durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair genehmigt.

Der frühere Rennfahrer und Airlinegründer Niki Lauda hat in der Folge die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki Anfang des Jahres zurückgekauft und auf Laudamotion umgetauft.

Laudamotion sei ihren Zahlungsverpflichtungen "zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen", begründete die Lufthansa heute den Schritt.

Noch habe die Kündigung der Verträge mit Laudamotion aber nicht gegriffen. Bei Laudamotion am Flughafen Wien war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Nur durch die Anmietung (Wet-Leasing) von zehn Boeing-737-Flugzeugen von Ryanair sei Laudamotion in der Lage, eine Flotte von 19 Flugzeugen im Sommer 2018 zu bedienen, schrieb Ryanair am Freitag in einer Aussendung. Ryanair beschuldigt die Lufthansa, die Zahlung von mehr als 1,5 Millionen Euro an Wet-Lease-Gebühren zu verzögern, die Laudamotion für Flüge zustünden, die sie im März, April und Mai für die Lufthansa bedient habe. Die Kündigung der Mietverträge für neun Flugzeuge nannte Ryanair einen weiteren Versuch der Lufthansa, Laudamotion "zu destabilisieren und zu schädigen".

Laut Ryanair hat es die Lufthansa im Detail versäumt, zwei der 11 Flugzeuge zu liefern, die sie gemäß der Entscheidung der EU-Wettbewerbskommission für die Übernahme von Air Berlin hätte übergeben müssen. Die Behauptungen entbehrten jeder Grundlage, erklärte die Fluggesellschaft. Wenig später holte er Ryanair als neuen Anteilseigner ins Boot. Richtig ist, dass Lufthansa alle Auflagen der EU-Kommission bezüglich der geforderten Weitergabe von Flugzeugen an Laudamotion vollständig erfüllt hat. Da die Flugzeuge der Österreicher geleast waren, kaufte die Lufthansa die Maschinen und vermietete sie selbst an Niki.

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